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ÜBER UNS

Wie muss ein modernes Hartsteinwerk sein?
- Vor allem flexibel!

Die Gewinnung des in Mammendorf anstehenden Andesits bedarf eines ausgeklügelten Abbau- und Aufbereitungsprozesses. Das Hartsteinwerk Mammendorf wurde diesbezüglich besonders flexibel und gleichzeitig kompakt konzipiert. Zum einen, um der abwandernden Abbaufront, wenn es logistisch notwendig wird, zu folgen. Zum anderen, muss die Produktpalette dem veränderlichen Absatzmarkt angepasst werden können. Das Festgestein wird durch Reihensprengungen gelöst und anschließend von einem Hydraulikbagger auf Muldenkipper mit maximal 60t Traglast verladen. Diese befördern das Rohmaterial über einen Sturzbunker in die Vorbrechanlage. Der Vorbrecher, ein Metso Backenbrecher vom Typ C125 bricht das Rohgut in die gewünschten Stückgrößen der je nach Absatzlage benötigten Grobkörnung. Der Durchsatz der Vorbrecheranlage beträgt etwa 500 Tonnen Material pro Stunde. Die Nachbrecheranlage ist mit zwei Kegelbrechern ausgestattet. Das aus der Vorhalde abgezogene Material wird einem Brecher Typ Sandvik CH 660, der neuesten Brechergeneration zugeführt. Dieser zerkleinert etwa 300 Tonnen pro Stunde. Die Produktion der Edelsplitte erfolgt in der 3. und 4. Brechstufe mittels zweier Kegelbrecher der Baureihe Svedala H-4000 und H-3000 mit jeweils 160 Tonnen pro Stunde bzw. 100 Tonnen pro Stunde Edelsplitt. Diese sind mit bis zu sieben verschiedenen Brechraumformen für einen breiten Anwendungsbereich ausgelegt. Der Edelsplitt zeichnet sich dabei durch einen besonders hohen Anteil kubischen Korns aus. Die Verladung der Produkte der Nach- und Feinbrecheranlagen erfolgt ausschließlich über eine fest installierte Verladeanlage.

Die Produktionsanlage der Cronenberger Steinindustrie

Die Produktionsanlage im Überblick:
a) Beschickung Sturzbunker. b) Edelsplittsiebanlage. c) Siloreihe.
d) Nachbrecher. e) Edelsplittbrecher. f) Verladestation




Das Backenbrecher-Prinzip

Backenbrecher, wie sie als Vorbrecher zur Grobaufbereitung des gesprengten Gesteins im Hartsteinwerk Mammendorf eingesetzt werden, arbeiten nach dem Prinzip der Druckzerkleinerung, ähnlich wie eine Zange. Die Zerkleinerung des Brechguts erfolgt in dem keilförmigen Schacht zwischen der festen und der von einer Exzenterwelle bewegten Brechbacke. Durch den elliptischen Bewegungsablauf wird das Brechgut zerdrückt und nach unten befördert. Dies geschieht so lange, bis das Material kleiner ist als der eingestellte Brechspalt am Brecheraustrag.

Prinzip eines Backenbrechers

Prinzip eines Backenbrechers wie er im Hartsteinwerk Mammendorf als Vorbrecher eingesetzt wird.

Das Kegelbrecher-Prinzip

Bei einem Kegelbrecher wie er mehrfach im Hartsteinwerk Mammendorf eingesetzt wird, wird das Brechgut von oben in die Brechkammer eingefüllt. Durch die Schwerkraft rutscht es entlang der Brecherwandung nach unten. Durch einen excentrisch kreiselnden Kegel in der Brechkammer entsteht ein veränderlich starker Spalt in den das Gestein fällt wenn der Spalt sich weitet und an der Wandung des Brechers gebrochen wird wenn durch die Kreiselbewegung des Kegels der Spalt verjüngt wird. Die Position des Kegels kann in der Höhe verändert werden, sodass verschiedene Korngrößen produziert werden können.

Prinzip eines Kegelbrechers

Abbildung oben:
Kegelbrecher Sandvik

Abbildung rechts oben:
Kegelbrecher im Längsschnitt

Abbildung rechts unten:
Kegelbrecher im Längsschnitt, Brechvorgang

Steinbruch der Cronenberger Steinindustrie in Mammendorf

Abflussdiagramm zur Herstellung